Antike Minen Laurion

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    Entdecken Sie die Schatzkammer des antiken Athens, Laurion!

    Ohne das Silber aus Laurion gäbe es weder die Akropolis in Athen, noch unsere westliche Zivilisation!

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    Ausflüge zu den antiken Bergwerken Laurions.

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    Bergbau,d er bis in die Vorgeschichte zurückgeht - Laurion

    Der Bergbau geht in Laurion auf eine vieltausendjährige Geschichte zurück.

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Der antike Bergbau in Laurion

Dieser Stollen und das davor liegende Erz waren so wichtig wie die Erfindung unserer Computer. (c) Tobias Schorr 2020
Dieser Stollen und das davor liegende Erz waren so wichtig wie die Erfindung unserer Computer. (c) Tobias Schorr 2020

Griechenland ist ein Land, das durch Vulkanismus geprägt ist. Aber nicht immer sieht man an der Oberfläche Krater, Kegel oder Lavadome. Manchmal blieb eine Magmakammer in der Tiefe stecken. Wenn dann Grundwasser in Rissen versickerte, dann traf es auf das heiße Gestein und stieg wieder in der Erdkruste auf. Dabei löste es wertvolle Metalle auf. Diese lagerten sich weiter oben in kühleren Bereichen in dicken Schichten ab. Manchmal füllte Erz ganze Karsthöhlen im Marmor von Laurion. Es gab dicke Anreicherungen von Kupfer- , Blei- und Zinkerz.

Irgendwann fiel den Menschen das schwere, dunkel-silberne Mineral Bleiglanz (PbS) auf, das in kleine Würfel zerbrach, wenn man es aufschlug. Später kam einer auf die Idee, das Material auf Holzkohle zu rösten und ein silbernes Metall floß aus. Ein Metall, das weich und schwer war. Leicht konnte man daraus Gewichte gießen, die man beim Fischfang oder beim Weben benötigte.
Ließ man das Blei zu lange rösten, entstand ein rötliches Salz und dazwischen glänzte wieder etwas. Und diesmal war es klein Blei, sondern reines Silber!
Silber war wertvoll und man konnte daraus Schmuck und Münzen anfertigen.

Aber auch rotbraunes Kupfer fand man auf ähnliche Weise. Überall, wo herrlich blaue und grüne Mineralien im Fels leuchteten, wusste man, dass hier Erze waren. Auch diese wunderschönen, blauen Azurite und die grünen Malachite waren als Erze und als Farbstoffe gefragt.

Langsam entdeckte man immer mehr Stellen, an denen man Bodenschätze fand. Schon 1400 v. Chr. verwendete man die Mineralien. In der frühen, antiken Zeit begann systematischer Bergbau. Die oberflächennahen Vorkommen wurden immer weniger. Die Nachfrage aber immer größer. Also musste man tiefer in die Erde vordringen.
Die ersten Stollen wurden gegraben. Immer tiefer ging es in den Berg. Unfälle waren an der Tagesordnung.

Die Stollen waren eng und oft konnten nur Kinder oder Kleinwüchsige dort arbeiten. Nur mit einer Öllampe und einem primitiven Hammer wurde das Erz aus dem Fels gehauen.
Bald war man hunderte Meter tief in die Berge vorgedrungen. Immer wieder erstickten Arbeiter und man musste Lüftungsstollen nach oben graben. Noch heute gibt es an vielen Stellen um Laurion herum gefährliche, tiefe Lüftungsstollen. Oft geht es hunderte Meter senkrecht in die Tiefe.

Langsam entstand eine Industrie. Das Erz wurde in Aufbereitungsanlagen zerkleinert, gewaschen und in Waschanlagen vom Schlamm gereinigt. Das schwere Bleierz sank in kleinen Trichtern ab, während das nutzlose Gestein wegströmte.

Für die Verhüttung wurden anfangs Öfen gebaut, die mit dem Wind funktionierten (Rennöfen) und später baute man Blasbalge, mit denen über Düsen Luft in die Brennkammer des Ofens kam. An anderen Stellen gewannen Köhler Holzkohle und für die wurden die Wälder um Laurion und später auf den Inseln abgeholzt.

Die Verhüttung von Bleierzen ohne moderne Filteranlagen hat die gesamte Region um Laurion bis heute mit Blei, Cadmium und anderen, giftigen Stoffen verseucht. Bis heute ist es nicht zu empfehlen, landwirtschaftliche Produkte aus der Umgebung zu nutzen.

Der Bergbau ging bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Irgendwann entdeckte man woanders auf der Erde Lagerstätten, wo die Mineralien leichter und billiger zu gewinnen waren und so wurde der Bergbau in Laurion vorerst beendet.
Noch schlummern riesige Vorräte an wertvollen Mineralien unter Laurion. Vielleicht gibt es irgendwann in Zukunft technische Methoden, ohne die Natur zu belasten und ohne große Kosten, den Bergbau neu zu starten? Vielleicht werden Roboter die gefährliche Arbeit übernehmen?

Bis dahin ist Laurion ein offenes Museum des Bergbaus und eine der berühmtesten Fundstellen seltener Mineralien. Eine Gruppe lokaler Mineraliensammler geht noch heute in die verlassenen Bergwerkstollen und findet sensationelle Mineralien, die dann in den Museen in Laurion und Agios Konstantinos ausgestell werden.

Die verlassenen Bergwerkstollen sollte man auf keinen Fall betreten! Es besteht LEBENSGEFAHR!!!

Auch die Schlacken, die für Mineraliensammler interessant sind, sind leider nicht legal zu sammeln und man kann große Schwierigkeiten mit der Polizei bekommen. Die Zone um Thorikos ist archäologisches Gebiet und so sollte man das auch respektieren, dass man NICHTS mitnimmt! Wer Mineralien finden möchte, schließt sich den lokalen Mineraliensammlern an oder macht eine Tour mit.

Die mykenischen Gräber in Thorikos

Der Gipfel Velatouri von Thorikos und davor das Kuppelgrab aus mykenischer Zeit. (c) Tobias Schorr
Der Gipfel Velatouri von Thorikos und davor das Kuppelgrab aus mykenischer Zeit. (c) Tobias Schorr
Ein mykenisches Kastengrab in Thorikos. (c) Tobias Schorr
Ein mykenisches Kastengrab in Thorikos. (c) Tobias Schorr
Ein mykenisches Grab aus der Zeit um 1200 v.Chr. (c) Tobias Schorr
Ein mykenisches Grab aus der Zeit um 1200 v.Chr. (c) Tobias Schorr
Eines der mykenischen Gräber von laurion/Thorikos. (c) Tobias Schorr
Eines der mykenischen Gräber von laurion/Thorikos. (c) Tobias Schorr
Das am besten erhaltene mykenische Kuppelgrab von Thorikos/Laurion. (c) Tobias Schorr
Das am besten erhaltene mykenische Kuppelgrab von Thorikos/Laurion. (c) Tobias Schorr
Das große, mykenische Kuppelgrab und ein weiteres davor. Thorikos/Laurion. (c) Tobias Schorr 2020
Das große, mykenische Kuppelgrab und ein weiteres davor. Thorikos/Laurion. (c) Tobias Schorr 2020
Das große, mykenische Grab von Thorikos. (c) Tobias Schorr
Das große, mykenische Grab von Thorikos. (c) Tobias Schorr
Das große, mykenische Grab von Thorikos. (c) Tobias Schorr
Das große, mykenische Grab von Thorikos. (c) Tobias Schorr
Blick von der Seite auf das Kastengrab und das mykenische Kuppelgrab von Thorikos. (c) Tobias Schorr
Blick von der Seite auf das Kastengrab und das mykenische Kuppelgrab von Thorikos. (c) Tobias Schorr

Das Theater und die antike Industriezone von Laurion

Antike Erzwäsche in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antike Erzwäsche in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antike Erzwäsche in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antike Erzwäsche in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antike Zisterne in Thorikos. Hier wurde Wasser gespeichert, das für die Erzwäsche benötigt wurde. (c) Tobias Schorr
Antike Zisterne in Thorikos. Hier wurde Wasser gespeichert, das für die Erzwäsche benötigt wurde. (c) Tobias Schorr
Antike Halle für diue Erzaufbereitung. (c) Tobias Schorr
Antike Halle für diue Erzaufbereitung. (c) Tobias Schorr
Runde Erzwaschanlage, die mit dem Gewicht der Erze arbeitete. (c) Tobias Schorr
Runde Erzwaschanlage, die mit dem Gewicht der Erze arbeitete. (c) Tobias Schorr
Runde Erzwaschanlage, die mit dem Gewicht der Erze arbeitete. (c) Tobias Schorr
Runde Erzwaschanlage, die mit dem Gewicht der Erze arbeitete. (c) Tobias Schorr
Erzwaschanlage beim Theater von Thorikos. (c) Tobias Schorr 2012.
Erzwaschanlage beim Theater von Thorikos. (c) Tobias Schorr 2012.
Die Erzwäsche und das Theater von Thorikos. (c) Tobias Schorr 2013
Die Erzwäsche und das Theater von Thorikos. (c) Tobias Schorr 2013
Bleierz (Galenit PbS) aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Bleierz (Galenit PbS) aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Industriesiedlung der Antike. Laurion/Thorikos. (c) Tobias Schorr
Industriesiedlung der Antike. Laurion/Thorikos. (c) Tobias Schorr
Antiker Bergwerkstollen in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antiker Bergwerkstollen in Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antiker Bergwerkstollen und Erz. Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Antiker Bergwerkstollen und Erz. Thorikos. (c) Tobias Schorr 2020
Kleiner Stollen in Thorikos. (c) Tobias Schorr
Kleiner Stollen in Thorikos. (c) Tobias Schorr
Das antike Theater von Thorikos soll angeblich eines der ältesten Theater Griechenlands sein. (c) Tobias Schorr
Das antike Theater von Thorikos soll angeblich eines der ältesten Theater Griechenlands sein. (c) Tobias Schorr
Das antike Theater von Thorikos soll angeblich eines der ältesten Theater Griechenlands sein. (c) Tobias Schorr 2012
Das antike Theater von Thorikos soll angeblich eines der ältesten Theater Griechenlands sein. (c) Tobias Schorr 2012

Mineralien aus Laurion

Devillin, Gips, Allophan. (c) Tobias Schorr
Devillin, Gips, Allophan. (c) Tobias Schorr
Mimetesit Pb5[Cl|(AsO4)3], (c) Tobias Schorr 2014
Mimetesit Pb5[Cl|(AsO4)3], (c) Tobias Schorr 2014
Mixit, Cu-Adamit, (c) Tobias Schorr
Mixit, Cu-Adamit, (c) Tobias Schorr
Cu-Adamit, Kalzit, (c) Tobias Schorr
Cu-Adamit, Kalzit, (c) Tobias Schorr
Vanadinit, (c) Tobias Schorr
Vanadinit, (c) Tobias Schorr
Annabergit und Ankerit, (c) Tobias Schorr
Annabergit und Ankerit, (c) Tobias Schorr
Kalzit und Gips. (c) Tobias Schorr
Kalzit und Gips. (c) Tobias Schorr
Aragonit var. Flos Ferri, (c) Tobias Schorr
Aragonit var. Flos Ferri, (c) Tobias Schorr
Kalzit und Allophan. (c) Tobias Schorr
Kalzit und Allophan. (c) Tobias Schorr
Bleiglanz und Siderit. (c) Tobias Schorr
Bleiglanz und Siderit. (c) Tobias Schorr
Wulfenitkristalle. (c) Tobias Schorr
Wulfenitkristalle. (c) Tobias Schorr
Pyromorphit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Pyromorphit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Annabergit und Kalzit. (c) Tobias Schorr
Annabergit und Kalzit. (c) Tobias Schorr
Wulfenit und Mimetesit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Wulfenit und Mimetesit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Chalcanthit "Kupferblüte" aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Chalcanthit "Kupferblüte" aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit, Malachit und Goethit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit, Malachit und Goethit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Fluorit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Fluorit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Kupfer Perimorphose mit Azurit und Brochantit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Kupfer Perimorphose mit Azurit und Brochantit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit, Malachit und Kalzit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit, Malachit und Kalzit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Konichalzit mit Kalzit. (c) Tobias Schorr
Konichalzit mit Kalzit. (c) Tobias Schorr
Wunderschöne Azurit-Kristalle. (c) Tobias Schorr
Wunderschöne Azurit-Kristalle. (c) Tobias Schorr
Olivenit und Azurit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Olivenit und Azurit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Aurichalzit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Aurichalzit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Kupferhaltiger Smithsonit und Aurichalcit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Kupferhaltiger Smithsonit und Aurichalcit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Cu-Adamit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Cu-Adamit aus Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit-Kugel aus den Stollen von Laurion. (c) Tobias Schorr
Azurit-Kugel aus den Stollen von Laurion. (c) Tobias Schorr
Cyanotrichit, Malachite und Brochantit. (c) Tobias Schorr
Cyanotrichit, Malachite und Brochantit. (c) Tobias Schorr
Azuritkristalle auf Gips. (c) Tobias Schorr
Azuritkristalle auf Gips. (c) Tobias Schorr
Annabergit-Kristall aus Öaurion. (c) Tobias Schorr
Annabergit-Kristall aus Öaurion. (c) Tobias Schorr
Die "Schnecke" aus Aragonit, der leicht kupferhaltig ist. (c) Tobias Schorr
Die "Schnecke" aus Aragonit, der leicht kupferhaltig ist. (c) Tobias Schorr

Die kleine Fotogalerie habe ich in den Museen von Laurion und Agios Konstatinos fotografiert. Die lokalen Mineraliensammler, die die beiden Museen aufgebaut haben, sind sehr hilfreich und ich danke Michalis Fytros für die Bestimmung der fotografierten Mineralien!